Die rein technische Ausbildung von Feuerwehrführungskräften wird zunehmend durch Soft Skills ergänzt. Neben dem fachlichen Wissen sind vor allem Teamfähigkeit, Kommunikation und sicheres Handeln gefragt. Unser Projektteam bietet passende Angebote, um die soziale Kompetenz der Feuerwehrangehörigen zu stärken. Die Workshops und Seminare sind individuell planbar und für Thüringer Feuerwehrangehörige offen und kostenfrei.
Zudem stehen wir euch für jede andere Seminaranfrage zur Verfügung, wenn es Themen gibt, die Ihr für Eure Wehr braucht.
Von der Gruppe zum Team – Erfolgreiche Zusammenarbeit in der Feuerwehr

Einsatzstärke entsteht nicht nur durch Technik und Ausbildung, sondern vor allem durch ein funktionierendes Team. In diesem Workshop setzen sich Feuerwehrangehörige intensiv mit dem Unterschied zwischen einer Gruppe und einem echten Team auseinander. Ziel ist es, die Zusammenarbeit im Einsatz- und Übungsdienst nachhaltig zu verbessern.
Anhand praxisnaher Beispiele aus dem Feuerwehralltag werden Themen wie Kommunikation, Vertrauen, Rollenverständnis, Führung und gegenseitige Unterstützung behandelt.
Inhalte:
- Unterschied zwischen Gruppe und Team
- Teamarbeit im Feuerwehralltag
- Kommunikation unter Stress
- Rollen, Verantwortung und Erwartungen
- Vertrauen und Kameradschaft
- Motivation und Zusammenhalt
- Praxisnahe Teamübungen und Reflexion
Wie ticke ich - wie ticken andere
WIE TICKE ICH, WIE TICKEN ANDERE - INTERKULTURELLE BEGEGNUNGEN IM EINSATZ ERFOLGREICH MEISTERN

Die zunehmende Komplexität der Arbeitswelt macht vor den Feuerwehren im Freistaat nicht halt. Neben den vielfältigen Aufgaben, die die KameradInnen zu bewältigen haben, können vermehrt Einsatzsituationen auftreten, die ungewohnt sind und die Einsatzkräfte vor ungeahnte Herausforderungen stellen. Interkulturelle Kompetenz ist hilfreich, um in kulturellen Überschneidungssituationen stets angemessen, souverän und lösungsorientiert agieren zu können. Der Workshop soll den Einsatzkräften neue Hilfestellungen vermitteln. Dabei ist es wichtig, dass in ungewohneten Situationen das Stresspotential gemindert und gleichzeitig die Handlungssicherheit im Einsatzgeschehen erhöht wird.
Schwerpunkte:
- Erkennen und Einschätzen von kulturbedingten Besonderheiten im Einsatz
- Perspektiverweiterung durch mehr kulturelles Hintergrundwissen
- Erarbeitung von "Einsatzroutinen" im interkulturellen Kontext
- Erhöhung der Handlungssicherheit
- Minderung des Stresspotentials in ungewohneten Situationen
- Bessere Differenzierung und Deutung von Fremdverhalten
- Konfliktmanagement
Deeskalation und Eigensicherung
EIGENSICHERUNG UND RHETORISCHE DEESKALATION

Bedrohungen, Beschimpfungen und Gewalt sind im Arbeitsbereich der Hilfsorganisationen keine Seltenheit. Durch die vielschichtigen Aufgaben und Einsatzgebiete der Feuerwehren in Thüringen kann es zu schwierigen Einsatzsituationen kommen. Da Rettungseinsätze oft Notfälle sind, ist auf Seiten der Betroffenen mit situationsbedingten Schwierigkeiten wie z.B. Unsicherheit, Angst und Stress zu rechnen.Die meisten Konfliktsituationen entstehen aus Missverständnissen oder dem Eindruck, nicht respektiert zu werden, aber auch Alkohol- und Drogenkonsum können bei Konflikten eine Rolle spielen.
Wer mit den Beteiligten selbstbewusst und angemessen umzugehen weiß, kann in schwierigen Situationen handlungsfähig bleiben und Auseinandersetzungen souverän auflösen.
Dieser Workshop vermittelt Methoden zur Gewaltprävention und Deeskalation, um Gewalt von vornherein zu verhindern. Darüber hinaus werden rechtliche, soziale und psychologische Kenntnisse vermittelt. Durch die gemeinsame Arbeit wird das Handlungsrepertoire für schwierige Situationen erweitert. Sie erwerben wertvollen Know-how, welches Ihnen helfen soll, bei Konflikten, Bedrohungen oder der Androhung von Gewalt weiterhin die Situation beherrschen zu können. Die Inhalte werden zielgruppenorientiert und praxisnah vermittelt.
Schwerpunkte:
- Rechtliche Grundlagen
- Verständnis von Gewaltaspekten
- Aggressionspotential erkennen und einordnen
- Grenzen ziehen und Herausforderungen annehmen
- Eigene Kompetenzen erweitern
- Kommunikationsstrategien
- Deeskalationstechniken
- Eigensicherung
Frauenpower
COOL BLEIBEN - MIT SOUVERÄNITÄT ANS ZIEL
Frauenpower exklusiv für Frauen
Wo spüre ich meine eigenen Grenzen? Wie kann ich mir selbst treu bleiben und setze mich zugleich in der von Männern dominierten Welt noch besser durch? Wie schaffe ich die Balance zwischen Diversität und Gleichheit? Wie machen es andere in ihren Feuerwehren?
Kennen Sie eine dieser Situationen? Sie lassen sich spontan zu Verhaltensweisen hinreißen, über die sie sich im Nachhinein ärgern. Die Männer stimmen sich in der Umkleide bereits ab und Sie werden vor vollendete Tatsachen gestellt. Oder Sie lassen sich zuviel bieten, geben zu schnell nach oder resignieren.
Frauen neigen oft dazu, ihre sonstige Souveränität und ihren gesunden Selbstbehauptungswillen zu verlieren, da sie in der Regel beziehungsorientierter vorgehen als Männer.
Wir gehen der Sache auf den Grund. Nicht nur theoretisch, sondern auf Basis der persönlichen Erfahrungen der Teilnehmenden. Wie schaffe ich es, die jeweiligen Chancen und Risiken von Diversität und Gleichheit für mich zu nutzen? Dabei steht die individuelle Persönlichkeit der Teilnehmerinnen im Fokus.
Inhalte
- Chancen und Risiken von Diversität und Gleichheit
- Stärken und Leistungen ins rechte Licht rücken
- die Facetten der Souveränität
- eigene Stärken bewusster machen und einsetzen
- sich richtig präsentieren und positionieren - wenn es darauf ankommt
- souverän Grenzen setzen und dabei lösungsorientiert bleiben
- mit männlichen Machtstrategien professionell umgehen
- Platz und Zeit für Selbstreflektion, die im Alltag nicht bleibt
Generationskonflikte
Zwischen Tradition und Wandel – Generationen erfolgreich verbinden in der Feuerwehr

In den Feuerwehren treffen heute unterschiedliche Generationen mit vielfältigen Erfahrungen, Wertvorstellungen und Erwartungen aufeinander. Während erfahrene Kameradinnen und Kameraden auf bewährte Strukturen und Traditionen setzen, bringen jüngere Mitglieder neue Perspektiven, digitale Kompetenzen und veränderte Vorstellungen von Führung und Zusammenarbeit ein. Diese Unterschiede können bereichernd sein – führen aber auch immer wieder zu Spannungen und Missverständnissen.
Inhalte:
- Erkennen von typischen Generationskonflikten
- Besonderheiten verschiedener Generationen kennenlernen
- Potentiale im Team nutzen
- Werkzeuge, um den Zusammenhalt zu stärken
- Passende Kommunikations- und Konfliktlösungsstrategien
Umgang mit Generation Z
Führung und Einbindung der Generation Z
Oft wirkt es so, als ticken alle unter 30 irgendwie anders - die sogenannte Generation Z. Was macht diese Generation gegenüber anderen so besonders? Und warum ist es wichtig, sich speziell mit ihr auseinanderzusetzen?
Wie kann ich diese für und in der Ausbildung motovieren? Warum ist ihnen "Life" wichtiger als "Work"? Woran liegt es, dasss Nachwuchskräfte fehlen? Welche Möglichkeiten gibt es, dem entgegenzu wirken? Welche Erwartungen hat Generation Z? Und wie nutze ich diese, um sie zu motovieren?
Dabei ist wesentlich, dass es keine "Einbahnstraße" ist und sich nur die Anderen an die Generation Z anpassen
Gewalt im Netz
Hetze im Netz: Umgang mit digitaler Gewalt – Herausforderungen und Handlungsstrategien
Ob soziale Netzwerke oder Chatgruppen: Anderen Menschen im digitalen Raum zu begegnen, kann unser Leben sehr bereichern. Dabei gibt es jedoch auch Herausforderungen. Bestehende Gewaltdynamiken in der Gesellschaft setzen sich online fort, verletzende Kommentare oder Bilder zu sehen, ist leider keine Seltenheit mehr. Welche Strategien gibt es, um mit verschiedenen Formen von digitaler Gewalt, insbesondere Hasskommentaren, umzugehen?
Inhalte:
- Aktiv gegen Cybermobbing
- Hass Rede (Hate Speech): Dynamiken erkennen
- Nicht einfach laufenlassen! Strategien der Gegenrede zu Hate Speech
- Konflikten in Chatgruppen konstruktiv begegnen
- Umgang mit digitaler sexualisierter Gewalt / Cybergrooming
Konfliktkompetenz
KONFLIKTE KONTRUKTIV ANGEHEN
Workshop Kommunikation

Überall dort, wo Menschen zusammen kommen und sich gemeinsam engagieren, können Meinungsverschiedenheiten und Konflikte entstehen. So auch in unseren Feuerwehren. Vom Bau eines neuen Gerätehauses bis hin zu mangelnder Kommunikation von Führungskräften: die Palette der Konfliktursachen ist groß. Welche Arten von Konflikten es gibt und wie diese konstruktiv angegangen werden können, soll in diesem Workshop geklärt werden. Auf Basis der gängigen Kommunikationsmodelle werden Techniken der Gesprächsführung und Konfliktlösung vorgestellt und praxisnah eingeübt.
Schwerpunkte:
- Kommunikationsmodelle
- Techniken der Gesprächsführung
- Konfliktursachen
- Konfliktarten
- Handlungsoptionen und Lösungsstrategien
- Konfliktmanagement
Plötzlich Führungskraft
Führungskraft in der Feuerwehr: Kompetenzen, Entscheidungen und Teamführung

Dieses Seminar richtet sich an angehende und erfahrene Führungskräfte der Feuerwehr. Im Mittelpunkt stehen die Weiterentwicklung von Führungskompetenzen, effektive Entscheidungsprozesse, gewinnbringende Kommunikation sowie Teamführung und Motivation. Ziel ist es, Handlungsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein zu stärken und klare, passgenaue Lösungen in anspruchsvollen Situationen zu entwickeln.
Inhalte:
- Führungsstile und Situationsanpassung
- Risikomanagement und Kommunikation
- Konfliktlösung
- Techniken zur Teamführung
- Arbeit an konkreten Beispielen